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05. September 2010 00:00

Auf dem Weg nach Israel

Bildungsreise des BDKJ Limburg und der KFJ Taunus nach Israel.

von Sebastian Riedel (Teilnehmer der Fahrt)

Kein anderes Land der Erde hat die Geschichte der Menschheit so geprägt wie Israel. Und dabei ist der heutige Staat erst wenige Jahrzehnte alt. In Jerusalem sind die heiligsten Stätten des Judentums, des Islams und natürlich des Christentums zu finden. Römer und Kreuzritter haben das Land erobert und ihre Spuren hinterlassen, heute stellt der Nah-Ost-Konflikt die Weltgemeinschaft vor große Herausforderungen.

 

Unter dem Motto "Geschichte und Gegenwart Israels und die besonderen Rolle Deutschlands und Europas" werden sich vom 19.9.-26.9.2010 insgesamt 18 junge Erwachsene aus der Diözese Limburg auf den Weg in das Heilige Land machen, um die historischen Stätten kennen zu lernen aber um gleichfalls auch im Kontakt mit Juden und Palästinensern der Frage nach dem stets schwelgenden Konflikt auf den Grund zu gehen. "Wir fahren auf eine Bildungsreise und machen nicht allein Pilgertour", erklärte Christian Bittmann, Jugendbildungsreferent der KFJ Taunus, den Teilnehmern während des Vorbereitungstreffens. "Daher werden wir natürlich auf der einen Seite möglichst viele religiöse Orte besuchen. Wir wollen uns auf der anderen Seite auch die politische Situation und die besondere Rolle Israels in der modernen Geschichte und der Gegenwart vor Augen führen", ergänzte Bittmann, der die Fahrt zusammen mit Sebastian Frei, Jugendbildungsreferent beim BDKJ Limburg, organisiert hat.

 

Während des Vortreffens wurde den 15 Teilnehmern das grobe Rahmenprogramm vorgestellt. "Wir werden jeden einzelnen Tag einem bestimmten Thema nachgehen", erklärte Sebastian Frei. Dabei wird zum Beispiel die heilige Stadt Jerusalem am ersten Tag besonders aus dem Blickfeld des Christentums betrachtet. Die Gruppe wird den Ölberg besteigen, die Via Dolorosa entlang gehen und sich die Grabes- und Auferstehungskirche ansehen. Am darauf folgenden Morgen bestimmen dann die beiden anderen Weltreligionen mit Besichtigung der Klagemauer und des Tempelberges den Tagesablauf, ehe die jungen Erwachsenen am Mittag desselben Tages nach Bethlehem fahren um die Geburtskirche zu besichtigen aber um sich auch während eines Gespräches mit jungen Palästinensern mit dem Nahostkonflikt eingehend auseinanderzusetzen.
Allein die verschiedenen Programmpunkte während der einwöchigen Fahrt zeigen, wie vielfältig und gegensätzlich Israel heute ist. Um möglichst viele offene Fragen während der Reise beantworten zu können, wird die Limburger Gruppe von einem deutschsprachigen Reiseführer vor Ort begleitet. Für die meisten Teilnehmer ist das Aufeinandertreffen der drei großen Weltreligionen das einmalige an Israel: "Es muss eine ganz besondere spirituelle Gegend sein. Zudem bietet diese Fahrt die Möglichkeit die vielen Orte, die jedem aus der Bibel bekannt sind, einmal selbst zu sehen", berichtet Sarah Brucherseifer aus Hattersheim über ihre Motivation an der Fahrt teilzunehmen. Antonia Schlotter aus Wirges hat vor allem das Bild Israels vor Augen wie es über die Medien transportiert wird. "Nun will ich mir endlich selbst ein eigenes Bild machen können".

 

Auch die Deutsch-Israelische Geschichte und die aktuellen internationalen Beziehungen Israels werden während der Reise thematisiert. Die Limburger Gruppe plant unter anderem die Gedenkstätte Yad Vashem zu besuchen. Zum Abschluss der Reise wird für zwei Nächte ein Kibbuz am See Genezareth die Heimat für die jungen Erwachsenen sein. Dort stehen die Besuche des Toten Meeres, der Oase Ein Gedi, die Besichtigung römischer Ausgrabungen in Karfanaum sowie der Kreuzfahrerstadt Akko, uvm. auf dem Programm. "Generell wird es so sein, dass wir neben den festen Programmpunkten auch ausreichend Freizeit haben, um selbst zum Beispiel die Altstadt von Jerusalem zu besichtigen", meinte Christian Bittmann.

 

Für die verbleibende Zeit bis zum Abflug im September konnten sich die Teilnehmer ausreichend Literatur und Informationsbroschüren mitnehmen. "Hebt Zeitungsausschnitte auf und versucht so viele Informationen wie möglich in den kommenden Wochen zu sammeln", motivierte Sebastian Frei die Reisenden zum Abschluss des Vorbereitungstreffens. Doch das war eigentlich nicht nötig, da das Programm und die wenigen Bilder bereits so große Euphorie geweckt haben. Für die 17 Limburger Reisenden steht Ende September eine vielfältige Bildungsreise bevor.

 

Der Bildungsurlaub ist ein gemeinsames Angebot des BDKJ Limburg und KFJ Taunus.

  • Wer wir sind:
    Die CAJ ist ein selbständiger Jugendverband der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB). Wir sind junge Menschen, die ihre Interessen und Fähigkeiten in einer lebendigen Gemeinschaft einbringen und sich für andere einsetzen.

    Für was stehen wir?
    Nach dem Vorbild unseres Gründers Joseph Kardinal Cardijn und aufgrund unseres christlichen Selbstverständnisses stehen bei uns die Einzigartigkeit, der Wert und die Würde jedes Einzelnen im Mittelpunkt. [mehr zur CAJ]

  • Wer sind wir:
    Die DPSG versteht sich als katholischer Kinder- und Jugendverband mit eigenen pädagogischen Zielen, der gleichermaßen Jungen und Mädchen anspricht und motiviert, miteinander das Leben für sich zu entdecken.

    Für was stehen wir/ was uns auszeichnet:
    Unser pädagogisches Ziel ist die Erziehung junger Menschen zur Selbständigkeit, Eigenverantwortung und gesellschaftlicher Mitverantwortung, orientiert an vier pfadfinderischen Prinzipien. [mehr zur DPSG]

  • Wer wir sind:
    Die DJK ist der katholische Verband für Breiten- und Leistungssport. Auf dem Hintergrund der Lebensorientierung an den Werten der christlichen Botschaft, verstehen wir Sport als Dienst am Menschen. Wir sind die eigenständige Jugendorganisation des DJK-Sportverbandes.

    Für was wir stehen/ was uns auszeichnet:
    Im Sport wird jungen Menschen Leistungsbereitschaft und Disziplin gelehrt, aber auch Verantwortung füreinander zu übernehmen, Solidarität zu zeigen sowie Partnerschaft und Toleranz auszuüben. [mehr zum DJK]

  • Wer wir sind:
    Die J-GCL ist ein katholischer Schülerinnen- und Schülerverband. Alle Schulen mit J-GCL-Gruppen in den Diözesen Mainz, Limburg und Fulda haben sich zu einem Diözesanverband zusammengeschlossen, der sich J-GCL Region West nennt.

    Für was wir stehen wir/ was uns auszeichnet:
    Wir möchten den Lebensraum Schule mitgestalten und Erlebnisse und Erfahrungen bieten, die im "normalen" Schulalltag keinen Raum bekommen. [mehr zu den J-GCL]

  • Wer wir sind:
    Die KJG ist ein demokratischer Kinder- und Jugendverband. Wir ermöglichen Begegnung, schaffen (Frei-) Räume und bieten Orientierung auf der Grundlage des Glaubens und christlicher Grundwerte.

    Für was wir stehen/ was uns auszeichnet:
    Wir setzen uns ein, für gleiche Entfaltungsmöglichkeiten von Jungen und Mädchen, Männer und Frauen, für Kinderrechte und -mitbestimmung, für die Umwelt sowie für Gerechtigkeit und Frieden, vor Ort und in der Welt. [mehr zur KJG]

  • Wer wir sind:
    Die Kolpingjugend ist eine Gemeinschaft von jungen Menschen bis 29 Jahren und Teil des Kolpingwerkes. Wir sind Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die Gesellschaft und Kirche aktiv mitgestalten.

    Für was wir stehen/ was uns auszeichnet:
    Wir packen Themen in Kirche, Gesellschaft und Politik an und setzen uns so mit der Situation junger Menschen in der Arbeitswelt auseinander. [mehr zur Kolpingjugend]

  • Wir wir sind:
    Die KSJ ist ein Zusammenschluss von Schüler/innen für Schüler/innen. In Frankfurt betreut die KSJ Schülerinnenreffpunkte und ein Mädchenkulturzentrum mit unterschiedlichen pädagogischen Schwerpunkten.

    Für was wir stehen / was uns auszeichnet:
    In allen KSJ-Einrichtungen können SchülerInnen aus unterschiedlichen Kulturen sich kennen lernen, entfalten sowie Verantwortung für Planung und Gestaltung der KSJ übernehmen. [mehr zur KSJ]