LIMBURG/MADRID. „Wir fahren nach Rio“, waren sich viele Weltjugendtagspilger aus dem Bistum Limburg am Sonntag, 21. August, einig. Zuvor hatte Papst Benedikt XVI. beim Abschlussgottesdienst des Weltjugendtages (WJT) in Madrid den nächsten Veranstaltungsort für das Großereignis bekanntgegeben: Im Jahr 2013 treffen sich die Jugendlichen in Rio de Janeiro.
„Das Schönste sind die ganzen Begegnungen mit den Jugendlichen. Wenn man durch die Straßen läuft, trifft man überall Menschen. Alle haben gute Laune, jubeln einem zu und das spricht einfach so von der Freude des Glaubens, dass Kirche so was ganz Lebendiges ist“, beschreibt die 29-jährige Katharina Görge aus Oberursel das WJT-Gefühl. „Ich finde es toll zu merken, dass es so viele Leute gibt, die das Gleiche glauben wie ich, das bestätigt mich noch mal in meinem Glauben“, ergänzt Clara Nigratschka, 17 Jahre alt aus Oberursel. Die Beiden feierten den Abschlussgottesdienst mit Papst Benedikt XVI. und mehr als 1,5 Millionen Jugendlichen aus aller Welt auf dem Flugplatz Cuatro Vientos bei Madrid. Allerdings konnten nicht alle Pilger aus dem Bistum Limburg die Verkündung des künftigen WJT-Ortes live auf dem Gottesdienstgelände erleben. Während der Gebetsvigil am Vorabend der Abschlussmesse zog ein Gewitter über das Feld. Zuvor machten die große Hitze und eine unzureichende Wasserversorgung vor Ort den Teilnehmern zu schaffen. Einige Jugendliche verließen deshalb das Gelände vorzeitig. Trotz dieser Schwierigkeiten überwiegen bei den Pilgern aus dem Bistum Limburg die positiven Erfahrungen zum WJT. Auch der 18-jährige Benedikt Müller aus Eltville würde sofort wieder dabei sein. „Man kann ganz tolle Gottesdienste feiern und jeder fühlt sich automatisch beheimatet – aber ich bitte dann doch um besseres Wetter.“
Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst informierte sich direkt nach dem Gewitter über die Situation der Limburger Pilger. „Gott sei Dank, dass nichts Schlimmeres passiert ist und dass es allen gut geht“, sagte der Bischof von Limburg. Er wünschte den Jugendlichen, die am Montag, 22. August, nach Deutschland zurück fliegen, einen guten Heimweg: „Gebe Gott, dass alle wieder gesund und heil zu Hause ankommen, mit Erfahrungen, die bereichern, die Mut machen für unser Leben als Christen im Alltag, die Schwung geben, für manches Engagement auch in den Heimatgemeinden. Ich danke Euch allen, die Ihr mitgefahren seid, denke gern an unsere Begegnung hier zurück und freue mich auf manches Wiedersehen im Bistum.“
Aus dem Bistum Limburg sind etwa 150 Jugendliche nach Madrid gepilgert. Ein Teil der Gruppe besuchte im Vorfeld des WJT das Bistum Girona bei Barcelona. Bei den „Tagen der Begegnung“ bereiteten sich die Jugendlichen dort auf den WJT vor und lernten Land und Leute kennen. Pünktlich zur Eröffnung ist auch der zweite Teil der Pilgergruppe aus Limburg in Madrid eingetroffen. Diese kürzere Reisevariante hatte das Bistum angeboten, da der WJT 2011 außerhalb der hessischen und rheinland-pfälzischen Schulferien liegt.
Fotos, Videos und Berichte über die Erlebnisse der Limburger Gruppe gibt es im Internet unter www.bistumlimburg.de und www.wjt2011.bistumlimburg.de
sowie auf den Facebook-Seiten „Bistum Limburg“ und „Limburger beim WJT in Madrid“.
Der Weltjugendtag in Madrid ist der 26. WJT, zu dem der Papst die Jugend der Welt einlädt. Das Großereignis steht 2011 unter dem Motto „In Christus verwurzelt und auf ihn gegründet, fest im Glauben“ (vgl. Kol 2,7).
Zurück gehen die Weltjugendtage auf das „Heilige Jahr der Erlösung“, das die katholische Kirche 1983/84 feierte. Papst Johannes Paul II. lud die Jugend zum Abschluss dieses Jahres 1984 nach Rom ein. Dort übergab er den Jugendlichen das „Heilig-Jahr-Kreuz“ mit der Bitte, es als Zeichen für die Liebe Christi zu den Menschen durch die Welt zu tragen. Als die UNO 1985 das „Internationale Jahr der Jugend“ ausrief, lud der Heilige Vater die Jugendlichen am Palmsonntag zu einem Internationalen Jugendtreffen wieder nach Rom ein. Durch diese beiden Treffen angeregt führte Papst Johannes Paul II. im Dezember 1985 die regelmäßigen Weltjugendtage ein. Etwa alle drei Jahre findet der internationale WJT in einem anderen Land statt. In den Jahren dazwischen werden die Weltjugendtage auf diözesaner Ebene gefeiert.







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