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 Fronleichnam: Feiertage erklärt!

5 Fragen an

5 Fragen an ... GEPA-Geschäftsführer Thomas Speck

5 Fragen an ... Thomas Speck*

 

BDKJ: 1. Was heißt für Sie Fairer Handel?

Thomas Speck: Fairer Handel ist eine Antwort auf das Marktversagen im konventionellen Handel im Sinne von Handelsbeziehungen auf Augenhöhe mit Produzentengruppen, die ansonsten am Weltmarkt strukturell benachteiligt wären. Fairer Handel bietet besseres Einkommen und Entwicklungsperspektiven.
Im Fairen Handel engagieren sich Menschen unterschiedlicher Herkunft und Hautfarbe, unterschiedlicher Ausbildung, unterschiedlicher Parteicouleur, kurz: global über alle Grenzen und Schubladen hinweg, um die Welt ein bisschen gerechter zu machen. Das fasziniert mich auch nach über zwanzigjähriger Tätigkeit bei der GEPA und für den Fairen Handel.

2. Was bewirkt der Faire Handel für die Produzenten und Kleinbauern?

Die Bauernfamilien haben Planungssicherheit und können in die Zukunft ihrer Kinder investieren. Wir arbeiten oft seit über zwanzig Jahren mit den Kooperativen zusammen und konnten miterleben, wie die zweite Generation sich weiterbilden, studieren konnte und das Wissen in die Genossenschaft einbrachte. Die wirtschaftlichen Erfolge stärken auch das Selbstbewusstsein der Menschen.
Wir gehen dabei auch bewusst Handelsbeziehungen mit Handelspartnern ein, deren Entwicklung noch auf unterdurchschnittlichem Niveau ist. Ein Beispiel dafür ist Samabeong in Darjeeling. 1990 war der Teegarten eine völlig heruntergekommene Plantage. In Zusammenarbeit mit dem engagierten Partner Tea Promoters India und Naturland entstand nicht nur ein Modell für modernen Bioteeanbau, sondern auch für soziale Entwicklung mit Schulen und Gesundheitsversorgung.

 

3. Wir können inzwischen in vielen Supermärkten, Bioläden usw. Produkte mit dem TransFair Siegel kaufen. Wieso sollen sich Kirchengemeinden oder Jugendgruppen noch für den Fairen Handel engagieren?

Weil es im Fairen Handel darum geht, nicht nur das Produkt zu verkaufen, sondern auch die Idee dahinter zu zeigen. Es gilt, ungerechte Welthandelsstrukturen herauszufordern, denn Fairer Handel ist auch ein politischer Auftrag. Aktions- und Jugendgruppen leisten hier schon seit vierzig Jahren wichtige Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit, aber es bleibt noch viel zu tun. Zurzeit gibt es - wohl auch aus Marketinggründen - viele Initiativen mit Ethikanspruch, die bei weitem nicht an den Fairen Handel mit seinen verbindlichen Kriterien heranreichen. Den Unterschied deutlich zu machen, sich vom "Greenwashing" des Mainstreams abzuheben, darauf wird es in Zukunft mehr und mehr ankommen.

4. Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Fairen Handels?

Dass er seine vierzigjährige Erfolgsgeschichte weiter fortsetzt, denn es gibt noch viel Spielraum nach oben, wie Großbritannien, die Schweiz oder die Niederlande zeigen. Hier hat der Faire Handel eine viel größere Bedeutung. Wachstum sollte den Fairen Handel aber nicht verwässern. Das radikale Grundverständnis des Fairen Handels sollte erhalten bleiben, wobei "radikal" hier positiv im Sinne von "an den Wurzeln orientiert" gemeint ist.

 

5. Welches Produkt aus dem GEPA-Sortiment können Sie Jugendlichen zum Kauf empfehlen?

Fußball und: Beach Volleyball, Bio Limo (eisgekühlt), Schmuck und Gummibärchen.

Vielen Dank!

 

* Über 15 Jahre lang leitete er das Geschick der GEPA mit großem persönlichen Einsatz und viel Engagement als alleiniger Geschäftsführer. Kein einfaches Geschäft bei so einem vielfältigen und anspruchsvollen Unternehmen - aber er macht es aus Leidenschaft.
Seit dem 1. November 2008 tut er es mit der  Unterstützung von zwei weiteren Kollegen in der Geschäftsführung - und damit mit noch mehr Elan
!

 

  • Wer wir sind:
    Die CAJ ist ein selbständiger Jugendverband der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB). Wir sind junge Menschen, die ihre Interessen und Fähigkeiten in einer lebendigen Gemeinschaft einbringen und sich für andere einsetzen.

    Für was stehen wir?
    Nach dem Vorbild unseres Gründers Joseph Kardinal Cardijn und aufgrund unseres christlichen Selbstverständnisses stehen bei uns die Einzigartigkeit, der Wert und die Würde jedes Einzelnen im Mittelpunkt. [mehr zur CAJ]

  • Wer sind wir:
    Die DPSG versteht sich als katholischer Kinder- und Jugendverband mit eigenen pädagogischen Zielen, der gleichermaßen Jungen und Mädchen anspricht und motiviert, miteinander das Leben für sich zu entdecken.

    Für was stehen wir/ was uns auszeichnet:
    Unser pädagogisches Ziel ist die Erziehung junger Menschen zur Selbständigkeit, Eigenverantwortung und gesellschaftlicher Mitverantwortung, orientiert an vier pfadfinderischen Prinzipien. [mehr zur DPSG]

  • Wer wir sind:
    Die DJK ist der katholische Verband für Breiten- und Leistungssport. Auf dem Hintergrund der Lebensorientierung an den Werten der christlichen Botschaft, verstehen wir Sport als Dienst am Menschen. Wir sind die eigenständige Jugendorganisation des DJK-Sportverbandes.

    Für was wir stehen/ was uns auszeichnet:
    Im Sport wird jungen Menschen Leistungsbereitschaft und Disziplin gelehrt, aber auch Verantwortung füreinander zu übernehmen, Solidarität zu zeigen sowie Partnerschaft und Toleranz auszuüben. [mehr zum DJK]

  • Wer wir sind:
    Die J-GCL ist ein katholischer Schülerinnen- und Schülerverband. Alle Schulen mit J-GCL-Gruppen in den Diözesen Mainz, Limburg und Fulda haben sich zu einem Diözesanverband zusammengeschlossen, der sich J-GCL Region West nennt.

    Für was wir stehen wir/ was uns auszeichnet:
    Wir möchten den Lebensraum Schule mitgestalten und Erlebnisse und Erfahrungen bieten, die im "normalen" Schulalltag keinen Raum bekommen. [mehr zu den J-GCL]

  • Wer wir sind:
    Die KJG ist ein demokratischer Kinder- und Jugendverband. Wir ermöglichen Begegnung, schaffen (Frei-) Räume und bieten Orientierung auf der Grundlage des Glaubens und christlicher Grundwerte.

    Für was wir stehen/ was uns auszeichnet:
    Wir setzen uns ein, für gleiche Entfaltungsmöglichkeiten von Jungen und Mädchen, Männer und Frauen, für Kinderrechte und -mitbestimmung, für die Umwelt sowie für Gerechtigkeit und Frieden, vor Ort und in der Welt. [mehr zur KJG]

  • Wer wir sind:
    Die Kolpingjugend ist eine Gemeinschaft von jungen Menschen bis 29 Jahren und Teil des Kolpingwerkes. Wir sind Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die Gesellschaft und Kirche aktiv mitgestalten.

    Für was wir stehen/ was uns auszeichnet:
    Wir packen Themen in Kirche, Gesellschaft und Politik an und setzen uns so mit der Situation junger Menschen in der Arbeitswelt auseinander. [mehr zur Kolpingjugend]

  • Wir wir sind:
    Die KSJ ist ein Zusammenschluss von Schüler/innen für Schüler/innen. In Frankfurt betreut die KSJ Schülerinnenreffpunkte und ein Mädchenkulturzentrum mit unterschiedlichen pädagogischen Schwerpunkten.

    Für was wir stehen / was uns auszeichnet:
    In allen KSJ-Einrichtungen können SchülerInnen aus unterschiedlichen Kulturen sich kennen lernen, entfalten sowie Verantwortung für Planung und Gestaltung der KSJ übernehmen. [mehr zur KSJ]