<big>5 Fragen an... Tine Beck*</big>
In unserer Rubrik haben wir 5 Fragen an Tine Beck gestellt, die die Homepage www.fair4you-online.de betreut.
Hallo Tine. Was finde ich als User auf eure Homepage www.fair4you-online.de ?
Tine: Auf unserer Seite gibt es zahlreiche Informationen zum Thema Fairer Handel. Wir bemühen uns, besonders solche Themen aufzugreifen, die für junge Leute interessant sind. So haben wir z.B. eine Rubrik "Fair Fashion", in der es um die Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie geht und welche alternativen Einkaufsmöglichkeiten es gibt. Daneben haben wir auch eine ganze Reihe Methoden zu fair gehandelten Produkten wie z.B. Kakao/ Schokolade für Multiplikatoren, die mit Jugendlichen zu diesem Thema arbeiten. Außerdem haben wir versucht, den Fairen Handel, der ja sehr komplex ist, so zu beschreiben, dass auch diejenigen ihn verstehen, die noch nichts oder nicht viel davon gehört haben.
Welche zukünftigen Aktionsideen habt ihr?
Tine: Während der Fairen Woche werden erst mal verstärkt Multiplikatoren und alle Interessierten darüber informiert, wie sie Aktionen zum Fairen Handel planen und durchführen können.
Für die Zukunft haben wir viele Pläne - z.B. würden wir sehr gerne noch mehr Geschichten zu den Handelspartnern und speziell zu deren Kindern auf die Seite bringen. Auch würden wir gerne noch mehr Berichte von Multiplikatoren vorstellen, die mit Bildungsmaterialien zum Fairen Handel gearbeitet haben oder auch Fotos und Reiseberichte von jungen Leuten, die z.B. Handelspartner besucht haben.
"Fair schmeckt mir" lautet in diesem Jahr das Motto der Fairen Woche. Wie kann man Jugendliche auf den Geschmack des Fairen Handels bringen?
Am besten, indem man sie die Produkte probieren lässt. Das tun wir, wenn uns Schulklassen hier besuchen. Sie bekommen eine Kostprobe fair gehandelter Produkte und ganz viele sind erstaunt darüber, dass dieses "Bio-Zeugs" richtig gut schmeckt.
Daneben lassen sich Jugendliche aber auch über die Idee, die dahinter steckt, begeistern. Viele Jugendliche, mit denen wir zu tun haben oder die sich bei uns melden, finden es gut und wichtig, dass es im Fairen Handel eben nicht um die Verteilung von Almosen geht, sondern darum, dass Menschen bei der Vermarktung der Produkte, bei Gemeinschaftsaufgaben und bei vielem mehr unterstützt werden und z.B. über das Genossenschaftswesen in die Lage versetzt werden, mit anderen Produzenten gemeinsam ihre Ziele durchzusetzen.
Wir stellen bei vielen Jugendlichen auch eine kritische Haltung zum Konsum fest - viele Jugendliche sind mittlerweile skeptisch bei "Geiz-Konzepten". Sie wissen sehr wohl, dass es Menschen gibt, die sehr hart arbeiten müssen für bestimmte Rohwaren, die dann bei uns im Supermarkt zu Niedrigstpreisen angeboten werden. Und spätestens wenn sie darüber erfahren, sei es in der Jugendarbeit, Schule oder woanders, kommen ganz viele auf den Geschmack des Fairen Handels.
Was ist eure Erfahrung: Sind Jugendliche bereit, für fair gehandelte Produkte auch mehr Geld auszugeben?
Das ist ganz unterschiedlich. Natürlich gibt es immer einige Jugendliche, die gerne auch mehr für fair gehandelte Produkte ausgeben - aber in der Tat halten uns auch viele entgegen, dass es ihnen zu teuer ist, fair einzukaufen. Da unsere Aufgabe ja nicht darin besteht, Jugendliche mit der "Moral-Keule" zu erschlagen, reicht oft schon der Hinweis, dass weniger auch mehr sein kann, sprich eine fair gehandelte Schokolade, die auch noch richtig gute Zutaten hat, statt fünf Billig-Schoko-Riegel. Viele Jugendliche finden auch dieses Argument überzeugend. Wir sind aber schon sehr zufrieden, wenn Jugendliche etwas über die Herkunft der Produkte wissen, darüber, dass es Menschen sind, die oft unter sehr schlechten Bedingungen am Anfang einer langen Verarbeitungskette stehen.
Wenn dafür schon mal ein Bewusstsein da ist, sind viele auch viel eher bereit, den Preis für Produkte zu bezahlen, der ja auch angemessen ist.
Jugendliche verfügen über viele kreative Ideen. Welche Aktionsidee von einer Jugendgruppe hat dich am meisten begeistert?
Da muss ich jetzt passen - es gibt so viele tolle Ideen von Jugendlichen zum Fairen Handel, dass ich wirklich nicht sagen kann, die oder die Aktion hat mich am meisten begeistert. Ich finde einfach klasse, dass Jugendliche kleine Videos zum Fairen Handel drehen, oder sich verkleidet auf Stelzen durch die Fußgängerzonen machen und fair gehandelte Produkte oder Infos zum Fairen Handel unters Volk bringen oder bei der Ferienfreizeit Fair-Handels-Ralleys machen - da gibt es so viel, dass mich eher die vielen verschiedenen Aktionsideen begeistern, weil ja auch der Faire Handel so vielfältig und bunt ist.
*Martina Beck hat in Freiburg Politik, Anglistik und Germanistik studiert und ist 2003 beim Fair Trade e.V. mit dem Arbeitsschwerpunkt "Jugend" eingestiegen. Gemeinsam mit Meike Beermann macht sie Bildungsarbeit für junge Leute rund um das Thema Fairer Handel.







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Die CAJ ist ein selbständiger Jugendverband der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB). Wir sind junge Menschen, die ihre Interessen und Fähigkeiten in einer lebendigen Gemeinschaft einbringen und sich für andere einsetzen.
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Nach dem Vorbild unseres Gründers Joseph Kardinal Cardijn und aufgrund unseres christlichen Selbstverständnisses stehen bei uns die Einzigartigkeit, der Wert und die Würde jedes Einzelnen im Mittelpunkt. [mehr zur CAJ]
Wer sind wir:
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Für was wir stehen/ was uns auszeichnet:
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Wir möchten den Lebensraum Schule mitgestalten und Erlebnisse und Erfahrungen bieten, die im "normalen" Schulalltag keinen Raum bekommen. [mehr zu den J-GCL]
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Für was wir stehen/ was uns auszeichnet:
Wir packen Themen in Kirche, Gesellschaft und Politik an und setzen uns so mit der Situation junger Menschen in der Arbeitswelt auseinander. [mehr zur Kolpingjugend]
Wir wir sind:
Die KSJ ist ein Zusammenschluss von Schüler/innen für Schüler/innen. In Frankfurt betreut die KSJ Schülerinnenreffpunkte und ein Mädchenkulturzentrum mit unterschiedlichen pädagogischen Schwerpunkten.
Für was wir stehen / was uns auszeichnet:
In allen KSJ-Einrichtungen können SchülerInnen aus unterschiedlichen Kulturen sich kennen lernen, entfalten sowie Verantwortung für Planung und Gestaltung der KSJ übernehmen. [mehr zur KSJ]