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So geht Katholisch

Maria Himmelfahrt - Feiertage erklärt

Das Hochfest Mariä Himmelfahrt (- Aufnahme) wurde im 6. Jahrhundert zunächst als Fest der Entschlafung Mariens begangen und in dieser Zeit auf den jetzigen Tag (15. August) gelegt. In der Ostkirche wird das Fest bis heute als Tag der Entschlafung und Maria als die Allerheiligste bezeichnet. Als erster Mensch habe sie die Vergöttlichung erfahren, weil Christus ihre Seele sofort ins Paradies holte.

Im 7. Jahrhundert feierte man das Fest Aufnahme Mariens in Gallien. Es entwickelte sich ab dem 8. Jahrhundert zum Himmelfahrtsfest und wurde zunächst in Rom am 15. August gefeiert. 813 wurde das Marienfest auch in Deutschland eingeführt. In der römisch-katholischen Kirche ist es Ausdruck der Glaubenslehre, dass der Leib Marias in den Himmel aufgenommen wurde. Vom 13. Jahrhundert an wurde die Aufnahme Marias in den Himmel zu der immer großartiger und festlicher dargestellten Szene der Marienkrönung. Papst Pius XII. verkündete im Jahr 1950 das Dogma von der ganzmenschlichen Aufnahme Mariens in den Himmel.

Legenden erzählen, dass die Jünger das Grab der Maria öffneten und darin nicht mehr Marias Leichnam, sondern nur noch Blüten und Kräuter fanden. Deshalb wird in der katholischen Kirche seit Jahrhunderten zu Maria Himmelfahrt eine Kräuterweihe vorgenommen: aus sieben verschiedenen Kräutern - die Zahl symbolisiert die sieben Sakramente oder die sieben Schmerzen Mariens - werden Sträuße gebunden und zur feierlichen Kräuterweihe gebracht. Die Sträuße werden dann auf dem Dachboden aufgehängt und sollen gegen Krankheiten, Unheil, Gewitter und Blitzschlag helfen. Oft werden zerriebene Blätter davon kranken Tieren ins Futter gemischt.

Der Entschlafung Mariens sind große orthodoxe Kirchen, so im Kreml in Moskau, gewidmet.

(Text- und Bildquelle: heiligenlexikon.de)

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