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08. März 2017 13:24

Faire Blumen für Frauenrechte

Faire Blumen für Frauenrechte

Stefanie Matulla, Birgit Köberle, Susanna Schüller, Anna Maria Kremer und Petra Reusch (v.l.n.r.) verteilten Rosen an Passantinnen in der Limburger Fußgängerzone. (Foto: Bistum Limburg/fes)

LIMBURG.- Mit fair gehandelten Rosen machen Susanna Schüller, Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), und Stefanie Matulla, Mädchen- und Frauenreferat des Bistums Limburg, auf Frauenrechte aufmerksam. Gemeinsam mit Petra Reusch, Birgit Köberle und Anna Maria Kremer von der katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) verschenkten sie am Mittwoch, 8. März, die Blumen in der Limburger Fußgängerzone und waren damit Teil der bundesweiten Rosenaktion des gemeinnützigen Vereins TransFair. Dabei standen einerseits die Frauenrechte hierzulande und andererseits die Arbeits- und Lebensbedingungen der Frauen auf Blumenfarmen in Ostafrika und Lateinamerika im Mittelpunkt.

Beliebt und bekannt: Fairtrade-Rosen

Die Rose ist die mit Abstand beliebteste Schnittblume in Deutschland. Um die Nachfrage zu decken, wird ein Großteil der Rosen aus Ländern wie Kenia, Äthiopien, Tansania oder Ecuador importiert. Seit 2005 gibt es das Fairtrade-Siegel für Blumen, um sich für bessere Arbeitsbedingungen in der Blumenproduktion einzusetzen. Inzwischen ist jede vierte Rose in Deutschland fair gehandelt. Das Zertifizierungsunternehmen Flocert kontrolliert regelmäßig die Einhaltung der Standards.

"Die Rosenaktion kam gut bei den Limburger Passantinnen an. Die Frauen haben sich sehr über die fair gehandelte Rose gefreut", sagte Stefanie Matulla. "Im Austausch mit den Frauen wurde deutlich, dass es auch heute noch wichtig ist, sich für Gleichberechtigung einzusetzen."

Fairtrade für Frauenrechte

Fairtrade stärkt Frauenrechte auf Blumenfarmen in Ostafrika und Lateinamerika. Die Fairtrade-Standards schreiben Mindestlöhne, feste Arbeitsverträge, Mutterschutz und einheitliche Bezahlung von Frauen und Männern bei gleicher Tätigkeit vor. Esther Wanza ist Blumenarbeiterin bei der Fairtrade-Farm Penta Flowers in Kenia. Die 41-jährige Mutter von zwei Söhnen berichtete, dass mithilfe der Prämie in ihrer Gemeinde ein Krankenhaus gebaut wurde. Auch in Bildung wurde investiert. Sie selbst nimmt an einem Computerkurs teil, finanziert durch Prämiengelder. "Ich würde mir wünschen, dass Frauen in Kenia mehr unterstützt werden und einen stärkeren Einfluss bekommen", so Esther Wanza. (pm/fes)