Ministerpräsident Schweitzer empfängt Sternsinger*innen in der Staatskanzlei

Mainz/Limburg. Am vergangenen Mittwoch empfing der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer rund 40 Sternsinger*innen aus den Bistümern Limburg, Mainz, Speyer und Trier in der Staatskanzlei in Mainz.

Mit ihrem Besuch im hessischen Landesparlament machten sie die Politik unter dem Motto “Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit” auf die weltweiten Verletzungen von Kinderrechten aufmerksam. Der Limburger BDKJ Diözesanvorsitzende Hendrik Schmidt erklärt: „Nicht nur die Sternsinger*innen müssen gegen Kinderarbeit kämpfen, sondern auch die Politik und Gesellschaft muss sich gegen ausbeuterische Kinderarbeit einsetzen und Kinderrechte wahren. Dabei müssen auch Kinder und Jugendliche selbst zu Wort kommen“.

Die Sternsinger*innen beleuchten verschiedene Perspektiven der Kinderarbeit

Die Sternsinger*innen aus Mainz nahmen die Anwesenden im Rahmen eines Rollenspiels mit in den Alltag von Tarsim, einem Kind aus Bangladesch, welches in einer Aluminiumschüssel-Fabrik arbeitet. Die Gruppe aus Fulda regte alle Anwesenden dazu an über Kinderarbeit nachzudenken, indem Aussagen zu Tagesabläufen von Kindern daraufhin überprüft werden sollten, ob es sich hierbei um Kinderarbeit handelt oder nicht. Hierbei wurde deutlich, dass Kinderarbeit auch in Deutschland vorhanden ist. Etwa wenn Kinder Angehörige betreuen müssen und somit die Schule vernachlässigen.

Ministerpräsident Alexander Schweitzer würdigte das Engagement der Kinder und Jugendlichen und machte deutlich, dass Kinderrechte universell und überall gelten: „Menschenrechte sind global – sie machen nicht an Grenzen halt. Egal, wo Kinder leben, haben sie unveränderliche Rechte. Dass ihr euch dafür einsetzt, zeigt, dass auch Kinder einen Unterschied machen können. Damit sind sie ein Vorbild für andere Kinder, aber auch für viele Erwachsene.“

Die Sternsinger*innen teilten ihre persönlichen Sternsinger*innenmomente und brachten zum Ausdruck, warum ihnen der Einsatz für Kinder und deren Rechte am Herzen liegt. Zum Abschluss segneten die Limburger Sternsinger*innen die Staatskanzlei und schrieben den traditionellen Sternsinger*innensegen an die Staatskanzlei.

Über die Aktion Dreikönigssingen

Seit dem Start der Aktion Dreikönigssingen im Jahr 1959 haben die Sternsinger*innen in Deutschland über 1,4 Milliarden Euro gesammelt und damit zahlreiche internationale Hilfsprojekte unterstützt. Bei der 67. Aktion Dreikönigssingen im Jahr 2025 kamen rund 48,1 Millionen Euro zusammen, die in über 7.300 Pfarrgemeinden, Schulen, Kindergärten und anderen Einrichtungen gespendet wurden. Mit den Mitteln aus der Solidaritätsaktion „von Kindern für Kinder“ werden Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Ernährung, Kinderschutz, pastorale Begleitung, Nothilfe und soziale Integration unterstützt. Bundesweite Träger der Aktion sind das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

Der BDKJ Limburg ist Dachverband von 8 katholischen Jugendverbänden mit rund 8.500 Mitgliedern im Bistum Limburg. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Kirche, Staat und Gesellschaft. Der Vorstand besteht aus Ronja Röhr, Hendrik Schmidt und Erik Wittmund-Wadulla.

Pressekontakt

Rückfragen an: oder an die unten genannten Kontaktdaten

  • CAJ Limburg
  • DPSG Limburg
  • DJK Limburg
  • Pueri Cantores Bistum Limburg
  • KJG Limburg
  • GCL Region West
  • Kolping Jugend Limburg
  • Malteser Jugend Limburg