Sternsinger*innen setzen starkes Zeichen für Kinderrechte im Hessischen Landtag

Wiesbaden/Limburg. Am Dreikönigstag waren Sternsinger*innen aus den Bistümern Limburg, Fulda und Mainz auf Einladung der Landtagspräsidentin Astrid Wallmann zu Gast im Hessischen Landtag.

Mit ihrem Besuch im hessischen Landesparlament machten sie die Politik unter dem Motto “Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit” auf die weltweiten Verletzungen von Kinderrechten aufmerksam. Der Limburger BDKJ Diözesanvorsitzende Hendrik Schmidt erklärt: „Nicht nur die Sternsinger*innen müssen gegen Kinderarbeit kämpfen, sondern auch die Politik und Gesellschaft muss sich gegen ausbeuterische Kinderarbeit einsetzen und Kinderrechte wahren. Dabei müssen auch Kinder und Jugendliche selbst zu Wort kommen“.

Die Sternsinger*innen beleuchten verschiedene Perspektiven der Kinderarbeit

Die Sternsinger*innen aus Mainz nahmen die Anwesenden im Rahmen eines Rollenspiels mit in den Alltag von Tarsim, einem Kind aus Bangladesch, welches in einer Aluminiumschüssel-Fabrik arbeitet. Die Gruppe aus Fulda regte alle Anwesenden dazu an über Kinderarbeit nachzudenken, indem Aussagen zu Tagesabläufen von Kindern daraufhin überprüft werden sollten, ob es sich hierbei um Kinderarbeit handelt oder nicht. Hierbei wurde deutlich, dass Kinderarbeit auch in Deutschland vorhanden ist. Etwa wenn Kinder Angehörige betreuen müssen und somit die Schule vernachlässigen.

Die Landtagspräsidentin Astrid Wallmann unterstreicht die Bedeutung des Engagements: „160 Millionen Kinder sind weltweit von Kinderarbeit betroffen. Diese Zahl darf uns nicht schlafen lassen – sie muss uns Sorgen machen, und wir müssen sie bekämpfen.“

Die Limburger Sternsinger*innen teilten persönlichen Sternsinger*innenmomente und brachten zum Ausdruck, warum ihnen der Einsatz für Kinder und deren Rechte am Herzen liegt. Zum Abschluss sprachen sie den Segen und schrieben den traditionellen Sternsinger*innensegen an den Landtag.

Ein besonderes Augenmerk an diesem Tag war ein großes Banner mit der Überschrift „Alle Kinder haben Rechte“. Dieses ist im Rahmen des Limburger Sternsinger*innentags im November 2025 entstanden. Darauf sind zentrale Kinderrechte benannt, die im Rahmen von Kinderarbeit verletzt werden. Das Banner wurde von zahlreichen Sternsinger*innen unterschrieben, um ihre gemeinsame Forderung sichtbar zu machen. Auch Bischof Georg Bätzing hat in diesem Rahmen das Banner unterzeichnet. Beim Empfang im Landtag hat auch Landtagspräsidentin Astrid Wallmann mit ihrer Unterschrift ein Zeichen für die weitere Stärkung von Kinderrechten gesetzt.

Die Sternsinger*innen wurden von den Arfurter Kirchenspatzen musikalisch begleitet.

Über die Aktion Dreikönigssingen

Seit dem Start der Aktion Dreikönigssingen im Jahr 1959 haben die Sternsinger*innen in Deutschland über 1,4 Milliarden Euro gesammelt und damit zahlreiche internationale Hilfsprojekte unterstützt. Bei der 67. Aktion Dreikönigssingen im Jahr 2025 kamen rund 48,1 Millionen Euro zusammen, die in über 7.300 Pfarrgemeinden, Schulen, Kindergärten und anderen Einrichtungen gespendet wurden. Mit den Mitteln aus der Solidaritätsaktion „von Kindern für Kinder“ werden Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Ernährung, Kinderschutz, pastorale Begleitung, Nothilfe und soziale Integration unterstützt. Bundesweite Träger der Aktion sind das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

Der BDKJ Limburg ist Dachverband von 8 katholischen Jugendverbänden mit rund 8.500 Mitgliedern im Bistum Limburg. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Kirche, Staat und Gesellschaft. Der Vorstand besteht aus Ronja Röhr, Hendrik Schmidt und Erik Wittmund-Wadulla.

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