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12. Juni 2020 13:29

Ein Lieferkettengesetz zum Schutz der Arbeits- und Menschenrechte!

BDKJ Limburg schließt sich der Petition Initiative Lieferkettengesetz an

„Immer wieder gibt es Berichte von brennenden Fabriken, ausbeuterischer Kinderarbeit oder zerstörten Regenwäldern. Das zeigt: Freiwillig kommen deutsche Unternehmen ihrer Verantwortung nicht ausreichend nach. Die Bundesregierung muss endlich einen gesetzlichen Rahmen schaffen, damit Unternehmen Ausbeutung und Umweltzerstörung nicht weiter in Kauf nehmen.“, so Johanna Kusch, Sprecherin der Initiative Lieferkettengesetz.

 

Die dramatischen Auswirkungen der Corona-Krise zeigen, dass Menschen am Anfang globaler Lieferketten besser geschützt werden müssen. Unsere Erfahrungen, gestärkt durch die Zusammenarbeit mit den Weltläden in Limburg und Frankfurt am Main-Bornheim im Fairen Handel, zeigen, dass es möglich ist, soziale und ökologische Verantwortung entlang globaler Lieferketten zu übernehmen. Ein Gesetz, das Unternehmen verpflichtet, Arbeits- und Menschenrechte weltweit einzuhalten ist demnach längst überfällig.

 

Ausbeutung und Umweltzerstörung durch Unternehmen nehmen wir nicht weiter in Kauf. Wir fordern, zum Schutz der Arbeits- und Menschenrechte, dass noch in dieser Legislaturperiode ein Lieferkettengesetz von der Bundesregierung auf den Weg gebracht wird.

 

Als Dachverband der katholischen Jugendverbände im Bistum Limburg unterschreiben wir die Petition Initiative Lieferkettengesetz (https://lieferkettengesetz.de/) an Bundeskanzlerin Merkel und unterstützen den für 2021 angekündigten Gesetztes Entwurf für ein europäisches Lieferkettengesetz.

 

Wir fordern, dass Unternehmen verpflichtet werden, auch im Ausland auf Menschenrechte und Umweltstandards zu achten. Unternehmen, die für Schäden an Menschen (oder am Mensch) und Umwelt verantwortlich sind, müssen dafür haften. Geschädigte müssen auch vor deutschen Gerichten ihre Rechte einklagen können.

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