< Kleine und große Könige zu Besuch bei der Bundeskanzlerin
14. Januar 2016 17:09

Sternsinger überbringen Segen für Dreyer und Bouffier

Nachdem zahlreiche kleinen Königinnen und Könige rund um den 6. Januar in ihren Gemeinden unterwegs waren, um Geld für bedürftige Gleichaltrige weltweit zu sammeln, durften zwei Gruppen aus St. Peter und Paul im Kannenbäckerland und aus St. Jakobus in Frankfurt den Segen der rheinland-pfälzischen und hessischen Staatskanzlei überbringen.

So wurde der Sternsingergruppe aus St. Jakobus / Frankfurt die Ehre zuteil, als Abschluss der 58. Aktion Dreikönigssingen im Bistum Limburg dem Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier und dem Chef der Staatskanzlei in Wiesbaden, Staatsminister Axel Wintermeyer, den traditionellen Segen "Christus mansionem benedicat - Christus segne dieses Haus" zu überbringen. Sie wurden begleitet von den Sternsingern aus St. Bartholomäus/Groß-Zimmern (Bistum Mainz) und den Sternsingern aus St. Laurentius/Bimbach (Bistum Fulda).

Singen mit der Ministerpräsidentin

Auch Malu Dreyer, die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin, begrüßte die Sternsinger in der Staatskanzlei in Mainz. Dort waren Sternsinger*innen aus den Bistümern Mainz, Trier, Speyer und Limburg vertreten, um nach einigen festlichen Worten gemeinsam mit der Landesherrin zu singen, die auch für zahlreiche Fragen und Autogrammwünsche der Kinder und Jugendlichen zur Verfügung stand. "Ihr Sternsinger tut der Landeschefin und der gesamten Landesregierung gut", begrüßte die Ministerpräsidentin die Mädchen und Jungen. In der Staatskanzlei werde viel für das Land und die Menschen gearbeitet. Der Besuch der Sternsinger mache aber jedes Jahr neu bewusst, dass ohne Gottes Segen all dies vergebens wäre.

Grußworte von BDKJ-Präses Uwe Michler

Zum 58. Mal waren bundesweit mehr als 330.000 Sternsinger und 90.000 Begleiter unterwegs, um die Aktion zu unterstützen. "Seit einigen Monaten ist das Sternsingen ein sogenanntes immaterielles Weltkulturerbe der UNESCO und macht deutlich, dass hier ein wichtiger Brauch gepflegt wird, der aber nicht ins Museum gehört, sondern seinen Platz im konkreten Leben hat", erklärte unser Diözesanjugendseelsorger und BDKJ-Präses Uwe Michler, der beide Empfänge moderierte. In seinem Grußwort ging er auf das Leitwort der Aktion ein und machte deutlich, dass Respekt etwas mit Aufmerksamkeit, mit der Fähigkeit, sich anderen zuzuwenden, zu tun habe. "Ihr, liebe Sternsinger, macht durch euren Einsatz deutlich, dass unser Respekt nicht nur den Menschen gilt, die hier in Deutschland oder Europa leben, sondern jedem Menschen als Gottes Geschöpf", lobte er die Kinder und Jugendlichen. Christen dürften und könnten nicht einfach die Herzen und Türen vor Menschen verschließen, die wegen Terror und Krieg in Deutschland Zuflucht suchen. Es sei zudem wichtig, Menschen, dort wo sie leben, zu unterstützen und ihnen die Möglichkeit zur Teilhabe und Bildung zu geben.

Aktion "Leben retten" macht die Schicksale von Flüchtlingen sichtbar

Auf die besondere Situation der Flüchtlinge gehen der BDKJ und das Kindermissionswerk zurzeit mit der Aktion "Leben retten" ein, die beiden Ministerpräsident*innen und ihren Mitarbeiter*innen beim Sternsingerempfang ebenfalls vorgestellt wurde: Im Rahmen der Aktion hatten die Sternsinger-Gruppen jeweils eine Holzplanke gestaltet und ließen diese sowohl von Malu Dreyer in Mainz als auch von Volker Bouffier in Wiesabden unterschreiben. Das bunte Stück Holz weist auf die vielen Flüchtlinge hin, die übers Mittelmeer in einfachen Holzbooten nach Europa kommen wollen und dabei enormen Gefahren ausgesetzt sind. Aus vielen einzelnen Holzplanken wird nun ein großes symbolisches Boot entstehen, das Politiker*innen und anderen Verantwortlichen zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni 2016 präsentiert wird. Wegschauen soll so unmöglich werden.

Fotos von den Empfängen in Wiesbaden und Mainz gibt's hier!