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10. Januar 2019 15:30

Sternsingerempfang in der rheinlandpfälzischen Staatskanzlei

Ministerpräsidentin Malu Dreyer empfängt Sternsinger in der rheinland-pfälzischen Staatskanzlei

„Ihr bringt Tradition, Freude, Frieden und Unterstützung zugleich!“

Ministerpräsidentin Malu Dreyer empfängt Sternsinger in der rheinland-pfälzischen Staatskanzlei

Mainz. „Danke, das ihr wieder bei uns seid“. Mit diesen Worten begrüßte Ministerpräsidentin Malu Dreyer die Sternsingergruppen aus den Bistümern Limburg, Mainz, Speyer und Trier in der rheinland-pfälzischen Staatskanzlei. Dort vertraten sie die rund 300.000 Mädchen und Jungen deutschlandweit, die um den Jahreswechsel von Tür zu Tür ziehen und Spenden für benachteiligte Kinder in aller Welt sammeln.

 „Ihr bringt Gottes Segen in unsere Häuser und damit bringt ihr Tradition, Freude, Frieden und Unterstützung zugleich, denn genau das brauchen wir, um unsere Arbeit hier für unser Land gut zu machen. Gemeinsam tragen wir die Verantwortung, dass es friedlich in unserem Land zugeht und das Kinder mit einer Behinderung in der Gesellschaft akzeptiert und angenommen werden. Mit dieser Botschaft seid ihr unterwegs und das finde ich großartig“, sagte Ministerpräsidentin Dreyer zu den Kindern und Jugendlichen, die sich im Großen Saal der Staatskanzlei versammelt hatten.

„Segen bringen, Segen sein. Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit!“ heißt das Motto der Aktion Dreikönigssingen 2019, bei der besonders auf Kinder mit Behinderung aufmerksam gemacht wird. Das Beispielland ist Peru. Bundesweit eröffnet wurde die Aktion Dreikönigssingen am 28. Dezember 2018 im bayerischen Altötting und macht darauf aufmerksam, dass weltweit circa 165 Millionen Kinder geistig oder körperlich beeinträchtigt sind. Viele davon würden in Armut aufwachsen.

Im Großen Saal der Staatskanzlei stellten Sternsinger aus den Bistümern Mainz und Trier in einem kurzen Anspiel das achtjährige Mädchen Angeles aus Peru vor. „Angeles sitzt im Rollstuhl und wird von ihren Freundinnen in der Schule und im Alltag begleitet und unterstützt. Manchmal fragt sich Angeles schon, warum sie nicht laufen und tanzen kann, wie ihre Freundinnen. Ihre Mutter sagt dann immer: du bist wie die anderen. Das einzige, was dich unterscheidet ist, dass du nicht laufen kannst.“ Mutig hat daraufhin ein Sternsinger die Ministerpräsidentin Dreyer gefragt, was sie nicht gut kann. „Wenn du mich schon so fragst - ich habe auch eine Behinderung später bekommen. Ich habe eine chronische Erkrankung und kann nicht so gut laufen und habe deswegen einen roten Rollstuhl, den ich benutze wenn ich unterwegs bin. Das heißt unser Bundesland hat eine Ministerpräsidentin mit einer Behinderung. Mit ist es total wichtig, Barrieren aus der Welt zu schaffen und mich dafür einzusetzen, damit Kinder und Menschen mit Behinderung die gleichen Chance haben, wie jeder andere auch“, so Ministerpräsidentin Dreyer.

Pfarrer Mathias Berger, Diözesanjugendseelsorger und BDKJ – Präses aus Mainz, dankte Ministerpräsidentin Dreyer für die traditionelle Einladung zum Empfang und „ihrem Zeugnis aus ihrer eigenen Situation heraus. Sie haben eine sehr persönliche Sensibilität für das Thema Behinderung und Interesse an der Aktion Dreikönigssingen gezeigt. Das ist unter anderem ein großes Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung für die Kinder und Jugendlichen, die mit großer Begeisterung als Sternsinger unterwegs sind“, sagte Diözesanjugendseelsorger und BDKJ – Präses Berger.

Abschließend überreichten die Sternsinger aus dem Bistum Speyer der Ministerpräsidenten einen Stern als Symbol der Hoffnung und Erinnerung. Im Anschluss an den Empfang brachten die Königinnen und Könige aus dem Bistum Limburg den Segen „20*C+M+B+19“ in das Büro der Ministerpräsidentin und allen weiteren Abgeordneten-Büros der rheinland-pfälzischen Staatskanzlei.

Pressemitteilung