Bald ist es soweit! Noch     bis es mit der 72 Stunden Aktion los geht!  

Spiritualität

Darf es ein kleiner Impuls sein...

Auch die Spiritualität ist Teil der 72 Stunden Aktion – Ihr setzt Glauben in die Tat um! Zu unserem Verständnis des Glaubens zählt, aber auch, dass wir uns im Laufe des Tages oder der Aktion ein bisschen Zeit für unsere Spiritualität Zeit nehmen. Hier haben wir eine kleine Auswahl an Impulsen aufgeführt, mögen sie euch inspirieren.

Danke an die Kolpingjugend für die Texte!

Zeit für Handy-Fasten

Eigentlich ist es so simpel: den kleinen Knopf am linken oder rechten Rand vom Smartphone einfach lange drücken und…aus. Und trotzdem fällt es mir echt schwer. Mein Handy ist immer mit dabei. Morgens vor dem Aufstehen schaue ich auf ihm was es in der Welt Neues gibt. Dann kurz nochmal Instagram aufgemacht und ein paar Herzen verteilt. Wer hat auf WhatsApp geschrieben? Beim Frühstücksmüsli tippe ich schnell ein paar Antworten. Der Kalender in dem Ding sagt mir, was heute so ansteht und wie das Wetter wird zeigt es auch gleich mit an. In der Bahn Richtung Arbeit schaue ich auf dem Handy in meine Emails. Ich halte damit Kontakt zu den Menschen, die mir wichtig sind – und zu vielen anderen mehr. Und genau da liegt manchmal das Problem. Manchmal wird es zu viel. Dieses kleine Stück Technik wird zum Zeitfresser. Eigentlich soll es mir ja beim kommunizieren helfen, Zeit sparen. Doch dann erwische ich mich dabei, wie meine Hand fast reflexartig das Handy aus der Tasche zieht. Es könnte ja was Neues angekommen sein. Klar, irgendwas Neues gibt’s immer. Und schon sind fünf oder zehn Minuten rum. Wenn ich ehrlich bin, passiert mir das gerade erschreckend oft. Für mich wird es also mal wieder dringend Zeit für eine Runde Handy-Fasten.

Jan KJ

Glaube ist…

Bunt. Einzigartig. Im Detail versteckt. Spürbar. Nah. Unmittelbar. Echt. Erfahrbar. Dialog. Kompromissbereit. Diskussionsgrundlage. Vorlebbar. Teilbar. Gefühl. Abstrakt.

Glaube ist…versetzte Berge… gibt Halt… Glaube ist ein fester Bestandteil unseres Wortschatzes. Aber was genau ist es? Mir fällt es schwer meinen Glauben auf den Punkt zu bringen. Es ist ein Gefühl, etwas das ich tief in mir drinnen spüre, etwas das da ist, etwas was mich umgibt. Es gibt mir eine Richtung, ein innerer Kompass. Zeigt mir auf, was mir wichtig ist. Was ich für richtig oder falsch erachte. Wie ich mit Freunden umgehen möchte. Wie ich selbst behandelt werden möchte. Was ich meinen Kind vorleben möchte. Eine wundervolle Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Die mich und meine Persönlichkeit geprägt hat. Ein Bestandteil von mir ist. Glaube ist da, findet statt, entwickelt sich. Kommt an Grenzen in Krisen, lässt mich zweifeln. Oder bestärkt mich. Glaube bedeutet Vielfalt, Freiheit, Unterschiedlichkeit, Verbundenheit. Wärme.

Und dann trifft Glaube auf die Kirche. Mit Regeln. Vorgaben. Langer Tradition. Und dann schwindet die Leichtigkeit, die Unbeschwertheit. Kommt an Grenzen.

Ich wünsche mir eine bunte, vielfältige, freie, wertschätzende, tolerierende, akzeptierende Kirche – genauso bunt und unterschiedlich wie „das Ding Glaube“ ist, so soll auch Kirche sein. Im Dialog. Im Miteinander. Nah. Wertschätzend. Mit offenen Augen und Ohren. Locker. Lässig. Entspannt. Alle Lebensformen und Arten der Partnerschaft akzeptierend. Nicht abwertend. Liberal. Einfach bunt. In alle Richtungen.

Anni KJ

Kirche ist wie eine Kiste Klemmbausteine

Vielleicht hast du als Kind mit Klemmbausteinen gespielt und hast zuhause noch eine Kiste mit den vielen bunten Steinen, die der Phantasie freien Lauf lassen können. Wenn man diese Kiste auskippt und versucht, die Steine nach Farbe, Formen oder Kategorie zu sortieren, wird man schnell feststellen, dass man selbst bei einer kleinen Kiste schon eine unglaublich große Anzahl an individuellen Steinen hat.

Viele dieser Teile lassen problemlos miteinander verbinden, manchmal braucht man auch etwas Kreativität und ungewohnte (manche*r sagt, es seien verbotene) Bautechniken, um die Steine zu verbinden und etwas Neues zu bauen. In den Kisten gibt es Steine, die findet man häufiger, andere seltener, aber jeder Stein hat seine eigene Daseinsberechtigung, seinen eigenen Nutzen und Verwendungszwick.

Um ein gelungenes Gebäude oder Fahrzeug zu bauen, braucht man viele verschiedene Steine, oft auch verschiedene Farben. Es gibt Steine, die sorgen für Stabilität, welche, die etwas in Bewegung bringen oder das Ganze zu einem am Ende abrunden.

Jeder Stein ist auf seine Art und Weise wertvoll und notwendig.

Die Kirche ist für mich wie eine Kiste Klemmbausteine, bunt, fördert die Kreativität und lässt der Phantasie freien Lauf.

Ruben KJ

Unterwegs zum Ziel

Vielfalt ist für mich die Art auf verschiedenen Wegen ein gemeinsames Ziel zu verfolgen. Glauben ist vielfältig. Wir als Christ*innen haben ein gemeinsames Ziel. Den Glauben an Gott und das Leben in Gemeinschaft.

Auch wenn die Vielfalt unseres Glaubens nicht immer sichtbar ist, ist sie dennoch da. Um unser Ziel des Glaubens verfolgen zu können, brauchen wir gemeinsame Wegweiser. In unserem Fall haben wir hierfür die Bibel, christliche Impulse, Predigten und Ansprachen und vieles mehr. Doch Wegweiser bedeuten nicht, dass wir auch alle denselben Wegweiser nehmen müssen.

Meines Erachtens nach, gibt es einen Grund dafür, dass es „Glaube“ heißt. Wenn es nur einen vorherbestimmten Weg geben würde, um zum Glauben und in eine Gemeinschaft zu gelangen, müsste es stattdessen „Wissen“ heißen.

In unserem Jugendverband verfolgen wir auch dieselben Ziele, wie z.B. Gemeinschaft schaffen, Menschen erreichen, glauben, Spaß haben. All dies gelingt uns nicht, indem alle Menschen, die im Jugendverband tätig sind, dasselbe tun.

Jede*r geht seinen*ihren Weg.

Jede*r gibt sein*ihr bestes.

Jede*r bringt seine*ihre Gabe mit ein.

Genauso kommen wir an unsere gemeinsamen Ziele an.

Sonja KJ

Aufbruch zu Veränderung

Das Osterevangelium berichtet davon, dass Frauen mit wohlriechenden Salben, zum Grab Jesu gehen, um ihn einzubalsamieren. Sie wollen das Bild, das sie von Jesus haben, wie eine leblose Mumie festhalten. Aber Jesus lässt sich nicht einbalsamieren. – „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten“.

Manchmal suchen auch wir das Leben eher bei den Toten. Wir balsamieren die Dinge ein: Unsere Meinung, unsere Sicht der Dinge, von der wir so überzeugt sind.

Aber die Entwicklung – das Leben – lässt sich nicht einbalsamieren, es will weiter wachsen.

Auch unsre Kirche zeigt sich oft als Spezialistin für Einbalsamierungen und begründet zu vieles mit den wohlriechenden Salben der Tradition. Aber auch Kirche lässt sich nicht einbalsamieren – und manchmal bricht Auferstehung in ihr durch, fällt Verkrustetes ab, wird Lebendigkeit sichtbar. Papst Franziskus macht es uns gerade vor!

Wenn sich das Leben neue Bahn bricht, dann geschieht es fast immer im Stillen und Verborgenen. Erst später erkennen die Frauen und die Jünger, dass es schon am Ostermorgen – drei Tage nach dem Karfreitag – keinen Grund mehr zur Trauer gab, dass es ein neues Leben gibt.

Ostern und die Zeit danach heißt Aufbrechen und Lebendigkeit. Wir haben die Wahl, unsere Gesellschaft und unsere Kirche so zu gestalten, dass das auch nach außen sichtbar wird!

Uwe Michler

Impuls zur Europawahl

Wer die Wahl hat…

… hat die Qual! Kennst du das? Du musst eine Entscheidung treffen, weißt aber nicht welche die Richtige ist. Du hast mehrere Optionen, jede klingt verlockend und verführerisch. Aber ist es die Richtige? Oder nicht. Woher weiß ich, welche Entscheidung die Richtige ist? Gibt es überhaupt die eine wirklich richtige? Wenn ich diese treffe, welche Konsequenzen hat das für mich, für mein Handeln, für mein Leben? Kann ich das jetzt abschätzen? Oder erst später? Zeigt sich eine Konsequenz erst in vielen Jahren? Blicke ich in einigen Jahren zurück und überlege, ob ich damals die richtige Entscheidung getroffen habe?

Die Entscheidung musst du treffen, dass kann dir keiner abnehmen. Aber du kannst in dich hinein horchen, auf dein Bauchgefühl achten, dir einen Überblick über die Optionen verschaffen, das Pro und Contra jeder Möglichkeit abwägen – dann hast du eine Entscheidungsgrundlage. Kopf und Verstand ergänzen sich.

Und nun schau dir an welche Optionen es in der Politik gibt. Einige große Parteien, mehrere kleine Parteien, einige Nischenparteien, aber auch extreme Parteien. Und nun überlege: wo hörst du auf deinen Bauch, wo setzt du deinen Verstand ein? Welche Entscheidung kannst du treffen, die du auch in einigen Monaten, im nächsten Jahr, im Laufe der Legislaturperiode als eine gute Entscheidung empfindest? Denk darüber nach bevor du im Juni eine Entscheidung triffst – sie gestaltet die nächsten 5 Jahre deiner Zukunft!

Anni, KJ

Durch welche Brille schaust du?

Du hast die Wahl: durch welche Brille willst du die Welt anschauen? Durch die rosarote Brille, die alles schönfärbt? Durch die Sonnenbrille, die alles ein Bisschen abdunkelt, damit du nicht mehr so genau hinschauen kannst? Mit diesen Beiden bleibt deine kleine Welt vielleicht ruhig und friedlich…

Oder willst du durch die Brille schauen, die dich klar sehen lässt? Aber Vorsicht vor den Nebenwirkungen! Wenn du die Dinge klar gesehen hast, dann kannst du vielleicht nicht mehr einfach so die Augen verschließen oder zu einer anderen Brille greifen. Dann kannst du vielleicht nicht mehr anders, als hinzuschauen, wo du gebraucht wirst, als einzugreifen, den Mund aufzumachen, anzupacken, zu helfen. Denn viele Dinge wirst du, wenn du sie klar gesehen hast, nicht mehr einfach so stehen lassen können.

Durch welche Brille willst DU die Welt betrachten? Du hast die Wahl!

Jan KJ

 

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